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Forschungsergebnisse » 26.06.2006
US-Forscher vermuten: Kirschsaft hilft gegen Muskelkater
26.06.2006
Kirschsaft beugt möglicherweise Muskelkater vor. Das postulieren Wissenschaftler der University of Vermont, USA. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Onlineausgabe des British Journal of Sports Medicine (published online ahead of print).

Bei sportlicher Überbelastung bilden sich Mikrorisse im Muskelgewebe. Entzündliche Prozesse und Wassereinlagerungen führen zum Anschwellen des Muskels. Den damit verbundenen Dehnungsschmerz bezeichnen wir als Muskelkater. „Nur zwei Spezies von Säugetieren erleidet Muskelkater: Menschen und Pferde“, erläuterte Declan Connolly von der University of Vermont.

Die Wissenschaftler haben die Wirkung von Sauerkirschsaft in einer placebokontrollieren Ministudie untersucht. „Die antiinflammatorische Wirkung von Kirschsaft ist bereits untersucht worden. Der Fokus unserer Forschung war ein neues Gebiet: der Muskelkater“, erklärt Connolly. An der Studie nahmen 14 männliche Collegeschüler teil. Sie tranken drei Tage lang vor einer Übung und in den vier Tagen danach eine Flasche Sauerkirschsaft oder einen Placebosaft. Eine Flasche Kirschsaft entsprach etwa 50 bis 60 Sauerkirschen.

Die Übung bestand in Flexions- und Extensionsbewegungen mit starker Belastung des Oberarms. Die Probanden gaben täglich ihre Muskelschmerzhaftigkeit auf einer visuellen Analogskala von eins bis zehn an. Zusätzlich unterzogen sie sich diversen Tests zur Messung der Muskelleistung. Die Forscher wiederholten den Versuch nach 14 Tagen mit vertauschten Placebo- und Testgruppen.

Das Ergebnis der Studie zeigt einen signifikanten Unterschied zwischen Sauerkirschsaft- und Placebotrinkern. Bei Placebokonsum konnten die Teilnehmer ihre Muskeln an den Folgetagen um durchschnittlich 22 Prozent weniger beanspruchen. Bei lediglich vier Prozent Verlust lag die Muskelleistung bei Probanden, die Kirschsaft tranken. Der durchschnittliche Muskelkaterschmerz lag bei diesen Probanden bei 2,4 mit einem Gipfel nach 24 Stunden. Die Probanden der Placebogruppe gaben durchschnittlich 3,2 auf der Schmerzskala an. Ihr Muskelkater prägte sich über 48 Stunden aus.

„Dieser aktuelle Einzelbericht lässt sogar vermuten, dass dieses Getränk effektiv in der Behandlung von Arthritis und Gicht sein könnte und somit eine gefahrlose Alternative zu verschreibungspflichtigen Medikamenten darstellt“, deutete Connolly seine Ergebnisse. Um dieses zu untersuchen stehen noch weitere Untersuchungen zur Effektivität von Kirschsaft an. Dabei gilt es, auch die Auswirkungen auf Arthritis und Gicht zu untersuchen, so die Wissenschaftler.
Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt 23. Juni 2006



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