praxisportal.org left header graphic praxisportal.org right header graphic
Finden auf praxisportal.org®:
» weitere Optionen
Teaser-Titel
7. Newsletter zum Downloaden in der oberen Menüleiste
Gesundheitsticker
» Zurück zum Gesundheitsticker

 

Forschungsergebnisse » 15.08.2007
Wirkstoff aus grünem Tee stimuliert Krebsabwehr
15.08.2007
Das US-National Cancer lässt zurzeit prüfen, ob ein Bestandteil von grünem Tee Krebserkrankungen vorbeugen kann. Erste Ergebnisse, die jetzt in Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention vorgestellt wurden, zeigen, dass die körpereigene Krebsabwehr zum Teil deutlich gesteigert werden kann.

In einigen Kulturkreisen, in denen viel grüner Tee getrunken wird, etwa in Japan oder China, treten Krebserkrankungen im Allgemeinen seltener auf als in Ländern der westlichen Zivilisation. Es gibt Hinweise, dass bestimmte Inhaltsstoffe aus dem grünen Tee hierbei eine Rolle spielen könnten. Die Forschung konzentriert sich dabei auf Catechine. Eine solche Substanz, das Epigallocatechin-Gallate (EGCG), ist der Wirkstoff in Kapseln mit Polyphenon E. 

Sherry Chow von der Universität von Arizona in Tucson und Mitarbeiter haben 42 gesunde Erwachsene mit Polyphenon E behandelt. Die Teilnehmer hatten versprochen, in den vier Wochen vor Beginn der Studie keinen Tee oder verwandte Produkte zu konsumieren. Nach dieser „Auswaschphase“ wurden Blutproben entnommen, um in den Lymphozyten die Aktivität der Glutathion-S-Transferase (GST) zu bestimmen. GST umfasst eine Gruppe von Enzymen, die in den Zellen Fremdstoffe entgiften,  zu denen auch Karzinogene gehören. Verschiedene Untersuchungen bringen einen Mangel an GST mit einer erhöhten Krebsanfälligkeit in Verbindung. 

Während der Studie nahmen die Probanden jeden Morgen eine Kapsel Polyphenon E ein, die 800 mg EGCG enthielt. Dies entspricht in etwa der Menge von 8 bis 16 Tassen grünem Tee. Nach vier Wochen Behandlung wurde eine zweite Blutprobe entnommen. In der Gesamtgruppe war die GST-Aktivität mäßig gestiegen. Bei den Probanden, die zu Beginn eine sehr geringe GST-Aktivität hatten, wurde jedoch ein Anstieg um 80 Prozent registriert.

Die Studie zeigt erstmals, dass Polyphenon E die Aktivität der Detoxifikationsenzyme in menschlichem Blut steigern kann. Chow wertet dies als ein gutes Zeichen für die klinischen Studien, die das US-National Cancer Institute sowie die Mayo Clinic initiiert haben. Dort werden derzeit Patienten mit verschiedenen Krebserkrankungen mit Polyphenol E behandelt. Deren Ausgang ist offen und spätestens seit den Enttäuschungen mit Betacaroten, das die Krebssterblichkeit nicht senkte, sondern sogar erhöhte, sind Krebsforscher mit ihren Vorhersagen zurückhaltend geworden.

 PDF Studie
Quelle: Online Newsletter Deutsches Ärzteblatt v. 13. August 2007/rme






Anzeigen
    Datenbankstatus: 150.109 Einträge     © praxisportal.org®     Last Update: 03.10.2007