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Umfrage » 21.02.2008
Überraschende Ergebnisse zur Nutzung der elektronische Gesundheitskarte (eGK) in Deutschland
21.02.2008
  • Repräsenative Umfrage von Forsa
  • 93 Prozent wollen medizinische Daten auf der neuen Karte speichern
  • Interesse im Osten und Westen Deutschlands gleich hoch
Im Auftrag des IT-Branchenverband Bitkom wurden im Oktober 2007 Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage zur Akzeptanz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) veröffentlicht. Die Ergebnisse überraschen mit sehr hoher Zustimmung zur Nutzung der Karte und spiegen offenbar nicht das bisherige Bild aus den Medien wieder.

Demnach möchten 93 Prozent der Bundesbürger, nach der Einführung der eGK persönliche medizinische Daten auf der Karte speichern lassen. Nur 5 Prozent der Befragten sollen die Option zur Datenspeicherung ablehnen, weitere 2 Prozent sind sich unsicher.

Die Zustimmung zur Gesundheitskarte ist deutschlandweit gleichermaßen hoch. Im Westen wollen 93 Prozent der Bürger Daten auf der Karte speichern, im Osten sind es 91 Prozent. Einig sind sich die Befragten auch bei der Art der hinterlegten Informationen. Groß ist das Interesse besonders an Notfalldaten wie der Blutgruppe. Insgesamt 90 Prozent der Deutschen wollen sie speichern. Bei Impfungen sind es 84 Prozent, bei Medikamenten 78 Prozent, bei Rezepten 66 Prozent und bei Erkrankungen 62 Prozent.
Wobei nicht alle Anwendungen zur Einführung verfügbar sein werden und nur das eRezept zählt zu den Pflichtanwendungen, alle weiteren Funktionen sind zur freiwilligen Nutzung des Versicherten.

Geplant ist die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte für das zweite Quartal 2008. Sie ersetzt die bisherigen Chipkarten der Versicherten. Im ersten Schritt bleibt allerdings alles wie bisher, die einzige sichtbare Änderung ist ein Lichtbild. Erst beim weiteren Ausbau des Systems soll es möglich sein, medizinische Daten zu speichern. Jeder Einzelne kann dann individuell entscheiden, welche Informationen auf der neuen Karte hinterlegt sind und welcher Arzt sie nutzen darf.

Sollen Daten von der Karte abgerufen werden, greifen mehrere Schutzmechanismen. Zum einen muss sich der Arzt mit seinem elektronischen Heilberufsausweis beim Lesegerät anmelden, zum anderen der Patient direkt mit seiner Gesundheitskarte. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass beide ihre persönliche PIN-Nummer eingeben – wie bei einem Geldautomaten. Ausgenommen davon sind Notfalldaten. Krankenkassen haben keinen Zugriff auf die gespeicherten Informationen.


Quelle: Redaktion



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