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Veranstaltungen » 19.05.2008
Entscheider und Gestalter treffen sich: NRW will Telemedizin als Regelversorgung
19.05.2008

ZTG-Tagung „Strategien für Nordrhein-Westfalen“ am 27. Mai 2008

Telemedizinische Verfahren haben in wissenschaftlichen Studien längst ihre Wirksamkeit bewiesen. Die Industrie bietet zahlreiche telemedizinische Anwendungen und Systemlösungen, die sich auch für die Routineversorgung eignen. Dadurch ist vieles möglich, die Strukturen im Gesundheitswesen stehen jedoch vor der Herausforderung, neue Technologien wirksam zu integrieren.

 
Inwiefern via Telemedizin heute bereits konkret die Zukunft gestaltet wird, darüber berichten Experten und Praktiker auf der Tagung der ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH. Über die Telemedizin auf dem Weg zur Regelversorgung äußert sich Staatssekretär Prof. Dr. Stefan Winter im Rahmen der ZTG-Tagung am 27. Mai im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf.

 
Eingeladen zu diesem Expertenmeeting sind IT-Entwickler, genauso wie Krankenkassenvertreter, Politiker, Ärzte, Leiter von Kliniken und Vertreter von Gesundheitsfach- und pflegeberufen, die sich über die neuesten Entwicklungen und Strategien der Telemedizin in der „Vorreiterregion“ Nordrhein-Westfalen informieren möchten. Das Statement des Staatssekretärs wird als besonderes Highlight live auf den ZTG-Webseiten (www.ztg-nrw.de) übertragen.

 
Der norwegische Telemedizin-Spezialist Dr. I. H. Monrad Aas vom Department of Research, Vestfold Mental Health Care Trust aus Norwegen hat sich in zahlreichen Studien und Publikationen mit den strukturellen Schwierigkeiten bei der Einführung und Umsetzung von Telemedizin beschäftigt. Im Rahmen der Tagung berichtet er darüber, welche Voraussetzungen geschaffen sein müssen, damit sich Telemedizin erfolgreich und im Sinne des Patienten durchsetzen kann. Im Journal of Telemedicine and Telecare beschreibt er, wie eine organisatorische Umstrukturierung im Bereich der Radiologie zu einer effektiveren Nutzung von teleradiologischen Anwendungen führen kann (Aas, J. of Telemed. & Telecare, 12, 2006). Dabei stellen Begriffe wie Zentralisierung und Dezentralisierung sowie die Umverteilung von Aufgaben den Fokus der Herausforderungen dar.

 

Portalkliniken in NRW – Neue Strukturen für die Telemedizin

Arndt Winterer, Gruppenleiter Ökonomie im Gesundheitswesen im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, stellt im Rahmen der Tagung das Förderkonzept „Portalkliniken“ dar. Ziel dieses Förderprogramms ist es, durch Telemedizin eine qualitativ hochwertige, kooperative stationäre Versorgung langfristig in der Fläche sicherzustellen. Die Landesregierung hat mit diesem Ansatz erste Umstrukturierungsmaßnahmen vorgenommen, um Telemedizin gewinnbringend nutzen zu können und Telemedizin zur Regelversorgung in Nordrhein-Westfalen zu führen.

 
Nordrhein-Westfalen bietet schon jetzt einige telemedizinische Vorzeigeprojekte. So präsentiert Martin Litsch von der AOK Westfalen-Lippe die Programme Herz-As und AUTARK, die anschließend von Oberarzt Dr. Heinrich Körtke, Leiter des Institutes für angewandte Telemedizin (IFAT) des Herz- und Diabeteszentrums NRW, live vorgeführt werden. Auch das Projekt „Corbene“ für Patienten mit Herzinsuffizienz von Vitaphone wird auf der Tagung präsentiert. Telekardiologische Projekte haben sich in Studien als besonders erfolgversprechend durchgesetzt und stoßen inzwischen auf großes Interesse bei den Ärzten und auf positive Resonanz bei den betreuten Patienten. Über diesen Nutzen von Telemedizin aus der Sicht von Patienten spricht Hannelore Loskill, stellvertretende Bundesvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE).

 
Auf der Tagung wird vor diesem Hintergrund auch darüber diskutiert, inwiefern eine telemedizinische Regelversorgung im Sinne des Patienten zu gestalten ist. Unter anderem wird als denkbares Risiko eine Pathologisierung durch kontinuierliches Monitoring in der gesundheitswissenschaftlichen Diskussion vorgebracht. Diese gilt es auszuschließen.

 

Strukturelle Herausforderung: Zentralisierung, Dezentralisierung und Umverteilung von Aufgaben

Nicht nur Nordrhein-Westfalen steht vor der Herausforderung, die Potentiale der Telemedizin sinnvoll zu vernetzen. Letztendlich sollten Telematikanwendungen auch bundesländerübergreifend geplant werden können. Die Tagung bietet hier das Forum, um mit Referenten und Teilnehmern Gespräche zu führen und Kontakte anzubahnen.

Im Anschluss an das Statement von Prof. Dr. Stefan Winter steht der Staatssekretär für die interessierte Presse in einer Pressekonferenz zur Verfügung. Pressevertreter können sich für die Tagung bei der ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitwesen GmbH akkreditieren.

 

Die Gebühr für Teilnehmer an der Tagung beträgt 99 €. Die Tagung findet mit freundlicher Unterstützung der Vitaphone GmbH und der Service Vertrieb Alexander GmbH statt.


Quelle: PM ZTG Krefeld



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