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Gesundheitssystem » 12.11.2004
Was ändert sich bei den Versicherungsleistungen und -prämien für zahnmedizinische Versorgung ab 2005?
12.11.2004
Zahnärztetag
Anlässlich des dt. Zahnärztetages in Frankfurt, gaben die Vertreter, der 3 großen Organisationen des zahnärztlichen Berufsstandes, die Bundeszahnärztekammer(BZÄK), die Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und die Dt. Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) erstmals eine gemeinsame Presserklärung ab. Ihr gemeinsam erklärtes Ziel ist, den medizinischen Fortschritt für die Patienten zu sichern.
Dies ist nur mit einem grundlegenden Umbau der gesetzlichen Krankenversicherung zu erreichen.
Nachdem nun das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) mit dem Entwurf zur Wahl der Patienten für eine private oder gesetzliche Versicherung gekippt wurde, wird es zukünftig wieder eine prozentuale Prämie geben, die jedoch nur vom Versicherten getragen werden muss. Der Arbeitgeber zahlt hier keinen Anteil zu. Es wird Festzuschüsse zu verschiedenen Diagnosen im prothetischen Bereich geben. Deren Überschaubarkeit und Auswirkungen gegenwärtig noch schwierig einzuschätzen sind. Der Präsident der BZÄK, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp ist überzeugend, wenn er vorgibt, das dieses System zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen wird.
Die Einführung von Festzuschüssen im Prothetikbereich ab 1. Januar 2005 wird deshalb als einen ersten Schritt in die richtige Richtung gewertet. Das beschlossene Festzuschuss-System wird in über 90% der Fällen keine Änderungen für die Versicherten bringen. Dem Patienten wird zusätzlich die Wahlmöglichkeit gegeben eine hochwertigere Versorgung zu wählen mit entsprechender Zuzahlung, ohne den Festzuschuss zu verlieren. Hier entsteht bei den Patienten zwar vermehrter Aufklärungsbedarf, der in aller Regel durch den behandelnden Zahnarzt gedeckt werden kann. Im Zweifelsfall kann sich der Patient an neutrale Patientenberatungsstelle wenden, die unter der Rufnummer 0800-8233283 erreichbar ist.
Zahnärztetag
Kritiker befürchten hier, das sich die Kassen als bisherige umfangreiche Beratungsinstanz ganz zurückziehen könnten, da Sie hieraus keinen eigenen Vorteil ziehen könnten.
Die sowohl vom Amt. Vorsitzenden der KZÄB Dr. Jürgen Fedderwitz, wie von dem wissenschaftlichen Vertreter, dem Präsident der DGZMK, Prof. Dr. Georg Meyer angesehene wichtige Therapieform der Parodontalerkrankungen kann mit diesem System jedoch nicht gestemmt werden. Hier muss an die Selbstverantwortung und Einsicht der Patienten appelliert werden, hier Eigenleistung zur eigenen Gesundheitsprävention zu investieren. Aus wissenschaftlicher Sicht stößt man auch an weiteren Punkten recht bald an die politische Umsetzbarkeit, hier sei noch der nicht abrechnungsfähige Punkt, Kopf-Gesichts-Rückenschmerzen, zu erwähnen.
Insgesamt ging von den Vertretern eine sehr geschlossene, optimistische Haltung aus, die davor warnte in einem zu frühen Stadium der Umsetzbarkeit die neue Systematik mit überzogenen Negativbeispielen von Einzelfällen abzuurteilen. Eine echte Bestandsprüfung sei mit den ersten prothetischen Abschlüssen des neuen Systems im neuen Jahr ohnehin erst nach 6 Monaten möglich. -kkk-
Quelle: Redaktion






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